Jahresausfahrt "Auf den Spuren von Till Eulenspiegel"


Samstag, 18.10.2025   

Auf den Spuren von Till Eulenspiegel in Bernburg

  7:00 Uhr: ab Altenburg, Am Anger
  7:10 Uhr: ab Altenburg, Busbahnhof

10:00 Uhr: Besichtigung Schloss Bernburg

11:45 Uhr: Mittagessen (Traditionsgasthaus Lindenhof)

13:20 Uhr: Fahrt zum Parkplatz am Tiergarten       

13:40 Uhr: Rundgang im Tiergarten Bernburg        

15:00 Uhr: Fahrt mit der Parkeisenbahn zum Bahnhof „Paradies“ 

15:20 Uhr: Kaffeetrinken und Rundgang im Märchengarten

16:45 Uhr: Fahrt mit der Parkeisenbahn zum Bahnhof „Tiergarten“          

17:00 Uhr: Rückfahrt nach Altenburg


Bernburg (Saale) ist die Kreisstadt des Salzlandkreises in der Mitte Sachsen-Anhalts. Bernburg liegt an der Saale etwa 40 Kilometer südlich von Magdeburg und 35 Kilometer nördlich von Halle (Saale). Bernburg ist historisch ein Teil Anhalts und war Residenzstadt der askanischen Nebenlinie Anhalt-Bernburg. Seine Lage südlich der Gletschervorstöße der letzte Eiszeit (vor etwa 12.000 Jahren) mitten im Schwarzerdegebiet der Magdeburger Börde bietet landwirtschaftlich gute Voraussetzungen. Im Gletschergarten am Stadtrand befinden sich noch Gesteinsplatten mit eiszeitlichen Schrammen.

Das Schloss Bernburg – auch „Krone Anhalts“ – ist ein Renaissanceschloss in Bernburg (Saale), Sachsen-Anhalt. Es erhebt sich auf hohen Sandsteinfelsen über dem östlichen Ufer der Saale, an der Stelle einer früheren Furt. Die Schlossanlage geht auf eine mittelalterliche Höhenburg zurück. Die Schlossanlage steht zum Teil im Eigentum der Stadt Bernburg (Saale) und zum Teil im Eigentum der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt.

Im Alten Haus und Krummen Haus des Schlosses ist das Museum Schloss Bernburg untergebracht. Die Folterausstellung gewährt Einblick in den finsteren Teil des Mittelalters. Im Johann-Georg-Bau ist die Anhaltische Mineraliensammlung zu besichtigen. Seit 2004 dokumentiert das Deutsche Kabarettarchiv im selben Gebäude die Geschichte des DDR-Kabaretts. In den heute von der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt verwalteten Gebäuden befand sich früher zudem das Amtsgericht. Die Schlossterrasse bietet einen weiten Panoramablick in das Tal der Saale und in das Harzvorland, bei guter Sicht bis zum Brocken. Das Schloss ist eine Station an der Straße der Romanik.

Im Jahr 2017 hatten die Ausstellungen im Museum nur noch 10.384 Besucher, woraufhin die Stadt Bernburg 4 Millionen Euro Fördermittel zur Modernisierung des Schlosses beantragte. Im November 2019 überreichte Sachsen-Anhalts Staats- und Kulturminister Rainer Robra einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 1,29 Millionen Euro an die Stadt Bernburg. Damit sollte die neue museale Dauerausstellung des Museums gestaltet werden, welche geschlossen werden musste. Im November 2020 war der Blaue Turm saniert, das Krumme Haus folgte. Am 24. Juni 2023 wurde das Museum wieder eröffnet.

Der Tiergarten liegt als Teil des Naherholungsgebietes Krumbholz im Naturpark Unteres Saaletal zwischen Saale und Bundesstraße 185. Der Tiergarten umfasst eine Fläche von 8,5 ha und zeigt über 1130 Individuen in rund 135 Arten und Rassen. Der nach dem Zoo benannte Haltepunkt der Parkeisenbahn Bernburg befindet sich gegenüber dem Eingang auf der anderen Seite der B 185.

Die Anfänge des Bernburger Tiergartens gehen auf das Jahr 1909 zurück. Damals entstand an der Hofmauer des Waldwärterhauses im Krumbholz eine erste Voliere für Fasanen, die die Stadt Köthen geschenkt hatte. Zu dieser Zeit gab es bereits eine fünfzigjährige Braunbärenhaltung am Schloss Bernburg. Außerdem wurden in unmittelbarer Nähe des späteren Tiergartens auf der Röße schon Höckerschwäne und andere Wasservögel gepflegt.

Ab Mitte der 1930er Jahre kamen Pfauen, exotische Kleinvögel, Seehunde, Affen, Flamingos, Kronenkraniche und schließlich sogar Magellanpinguine hinzu. Nachdem nur wenige Tiere die Einschnitte des Zweiten Weltkrieges überdauert hatten, gab es ab Oktober 1945 einen hoffnungsvollen Neuanfang. In wildparkähnlichem Stil entstanden aus notgeschlagenem Fichtenholz eines Borkenkäferreviers erstmals auch Gehege für Huftiere. Ein Vogelhaus folgte kurz darauf. Am 13. Oktober 1951 schließlich wurde die Wiedereröffnung des erweiterten Tiergeheges unter dem Namen Tiergarten Bernburg gefeiert. Der Tierbestand wurde nach und nach umfangreicher. Sogar eine Hyäne und Tukane kamen nach Bernburg. Bis das Ministerium für Kultur im fernen Berlin ein Profil als Heimattiergarten und die damit verbundene, weitgehende Beschränkung auf einheimische bzw. vormals einheimische Tiere verordnete. 1972 ging der zuvor städtische Tiergarten in die Trägerschaft des Volkseigenen Betriebs (VEB) Naherholung, später VEB Naherholung Bernburg über. Die politische Wende brachte die Rückübertragung zur Stadt Bernburg.

Anfang Juni 2013 war der Tiergarten vom Hochwasser 2013 betroffen, das von Ende Mai bis Anfang Juni für Überschwemmungen und Evakuierungen in zahlreichen mitteleuropäischen Städten und Regionen gesorgt hatte. Der Betrieb sowie umgebende Straßen wurden vorübergehend gesperrt.

Seit mehreren Jahren befindet sich der Tiergarten Bernburg in kontinuierlicher Umgestaltung. Ziel ist die Präsentation der Vielfalt der Tierwelt in großzügigen, naturnah gestalteten Anlagen. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Erhaltungszucht bedrohter sowie selten in Zoos gezeigter Arten zuteil. Der Rundgang führt durch die Bereiche Afrika, Eurasien, Australien sowie Amerika und orientiert sich zunehmend am Prinzip des Geozoos.

Die Parkeisenbahn Bernburg, offiziell Parkeisenbahn Krumbholz genannt, ist eine ehemalige Pioniereisenbahn, die heute von der Bernburger Freizeit GmbH als Parkeisenbahn betrieben wird. Die Bahn wurde parallel zur Saale in einem Park an deren nordwestlichen Ufer errichtet und zum 1. Juni 1969 eröffnet. Die 1,9 Kilometer lange Strecke ist eingleisig, hat eine Spurweite von 600 Millimetern und bedient zwei Bahnhöfe und drei Haltepunkte. Im Gegensatz zu anderen Anlagen dieser Art ist sie nicht als Rundkurs ausgelegt, sondern als lineare Strecke. Die Abstellanlage für den Zug, der von einer Diesellokomotive gezogen wird, befindet sich beim Bahnhof Rosenhag.

In der Ausflugsgaststätte „Paradies“ befindet sich ein großer Märchengarten. In einem Märchenschloss und märchenhaft gestalteten Hütten werden mit sprach- und bewegungsgesteuerten Figuren Märchen der Gebrüder Grimm nachgestellt. Außerdem sorgt ein Kinderspielplatz für Abwechslung. Zauberhafte Märchenwelt – Es war einmal…, die Geschichte des Märchengartens Paradies reicht bis ins Jahr 1920 zurück. Der Begründer des Märchengartens, Herr Alfred Lahne, übernahm in dieser Zeit das Ausflugslokal von seinem Vater und legte in mühevoller Kleinarbeit einen attraktiven Steingarten an. Um 1930 begann er diesen mit Märchenfiguren zu gestalten, welche er auf Spielzeugmessen erworben hatte. Seitdem ist die Ausflugsgaststätte ein beliebtes Reiseziel für große und kleine Gäste und ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Nach zwischenzeitlichem Verkauf des Objektes und erneuter Privatisierung wurde das Objekt im Jahre 1996 von der Stadt Bernburg zurückerworben und mit erheblichem finanziellem Aufwand rekonstruiert und inhaltlich umgestaltet. Anlässlich des Kindertages wurde das Paradies am 01. Juni 1997 nach nur viermonatiger Bauzeit wiedereröffnet und ist seitdem ein Besuchermagnet für Reisende aus Nah und Fern.


Quelle: wikipedia

Fotos: privat